Mobbing im Ehrenamt? - 10 September 2013 - Blog - Interkultureller Freundeskreis Saar-Ost e.V.
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Hauptseite » 2013 » September » 10 » Mobbing im Ehrenamt?
20:47
Mobbing im Ehrenamt?
War Mobbing früher ein Phänomen im Berufsleben, so hat dieses Problem längst auch Schulen, soziale Medien und leider auch das Ehrenamt erreicht:
Die Kombination Mobbing und Ehrenamt ergibt bei einer Suche im Internet unglaubliche 133.000 Treffer. Das zeigt, wie dringend das Problem geworden ist.
Christiane Prieß-Heiman, Rechtsanwältin und Mediatorin, schreibt zu diesem Thema: „Diese Ursachen können auf allen Ebenen liegen, sowohl beim Vorstand als auch bei den ehrenamtlichen Mitarbeitern. Daneben spielt manchmal auch Neid, dass jemand etwas besonders gut kann, Rache oder Antipathie eine Rolle." (Quelle: www.bdvv.de, Mobbing im Ehrenamt).


 
Mobbing (englisch: the mob = die Meute) bedeutet, dass jemand … in … Organisationen fortgesetzt geärgert, schikaniert, … mehrheitlich gemieden oder in sonstiger Weise in seiner Würde verletzt wird (Wikipedia). Mobbing-Täter sind oft schwach und wirken feige. Sie suchen nicht die persönliche Unterredung unter vier Augen, sondern verstecken sich hinter einem Kollektiv (Meute).
Sogenannte „Aussprachen" werden dem isolierten Mobbing-Opfer nur gegenüber mehreren Mobbing-Tätern angeboten (es soll ja nicht zum konstruktiven Dialog kommen, sondern zur kollektiven Schelte), und haben nur die Alibi-Funktion, einen Lösungswillen vorzutäuschen. Deshalb wird von Mobbern eine professionelle Mediation grundsätzlich nicht angestrebt.
 
Eine besonders perfide Mobbing-Handlung besteht darin, abwertende Gerüchte oder falsche Verdächtigungen über das Mobbing-Opfer zu verbreiten. Unwahrheiten werden mit Vermutungen, suggestiven Fragen und Halbwahrheiten ergänzt, um den nebulösen Anschein der Glaubwürdigkeit zu erzeugen. Initiatoren eines Mobbings beherrschen neben der rudimentären Fähigkeit zur Demagogie (Hetze und Verleumdung) meist auch die zweifelhafte Gabe, andere Menschen sozial so unter Druck zu setzen („entweder bist Du für uns oder gegen uns"), dass sie sich dem kollektiven Mobbing anschließen, um nicht selbst zum Mobbing-Opfer zu werden (Schutzfunktion der Meute). Sofern verbale kollektive Attacken gegen das Mobbing-Ziel nicht direkt möglich sind, werden auch „Sammelbriefe" oder „Stellungnahmen" mit mehreren Unterschriften verfasst und verbreitet.
 
Mobbing-Täter sind keine schlechten Menschen. Sie wissen oder ahnen, dass ihr Verhalten gegenüber einem Mobbing-Opfer „eigentlich schlecht" ist. Sie fühlen sich aber etwas weniger schlecht, wenn „auch die anderen" mitmachen. Das ist ein bekanntes gruppendynamisches Phänomen. Mobbing-Täter reden sich auch gerne ein, dass Gerüchte und Lügen um so wahrer werden, je mehr Leute bei der Verbreitung mitmachen. Dieser Selbstbetrug entlastet das schlechte Gewissen. Gemeinsam lügt es sich eben leichter. Und gemeinsam findet sich auch schnell die Standard-Rechtfertigung, das Opfer sei „schließlich selbst schuld", obwohl es dafür keine sachliche Begründung gibt.
 
Manchmal weiß die Mobbing-Meute auch gar nicht, ob die Gerüchte, die sie streut, wahr oder falsch sind. Aber sie will es auch gar nicht wissen. Man hütet sich davor, beim Initiator des Mobbings Zweifel zu äußern, Fragen zu stellen, Behauptungen zu prüfen oder gar die Wahrheit herauszufinden. Man wird zum Mobbing-Mittäter, weil man Angst hat, bei einer Weigerung selbst zum Mobbing-Opfer zu werden.
 
 Quelle: Internet, 2013, Beiträge verschiedener Autoren in Foren zum Thema „Mobbing und Ehrenamt".
 

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