Samstag, 2017-09-23, 10:55
Willkommen Gast | Registrieren | Login

 
 
 
Diese Seite übersetzen
PROMT© Translator
 
Menü
Kalender
«  September 2017  »
Mo.Di.Mi.Do.Fr.Sa.So.
    123
45678910
11121314151617
18192021222324
252627282930
Interkulturelle Woche
Unsere Umfrage
Bewerten Sie unsere Website
Antworten insgesamt: 146
Saarbrücker Zeitung Newsticker
Statistik

Insgesamt online: 1
Gäste: 1
Benutzer: 0
Interkultureller Freundeskreis Saar-Ost e.V.

Besuch unsere Seite beim Facebook!
Archiv der Einträge
Freunde
 
 
*...

Miteinander in Ottweiler

 
Bevölkerungsentwicklung in Ottweiler anlässlich des Internationalen Weltbevölkerungstages 2013 am 11. Juli


Aktuell nach Angaben des Ordnungsamtes 14.715 Einwohner in Ottweiler
In Ottweiler sind zum 25. Juni 2013 insgesamt 14.715 Personen mit Hauptwohnsitz gemeldet. Zum Zeitpunkt des Zensus 2011 waren es 14.934 Einwohner. Betrachtet man die Entwicklung einschließlich der Vorjahre, so lässt sich eine rückläufige Bevölkerungszahl erkennen. Seit Januar 2013 bis heute verzeichnet die Stadt Ottweiler wieder einen geringen Bevölkerungszuwachs. Der Zuwachs betrug 46 Einwohner.

Ausländeranteil von 3,74 Prozent
Genaue Zahlen zu Bürgern mit Migrationshintergrund lieferte ebenfalls der Zensus 2011. Es handelt sich dabei um eine registergestützte Volkszählung. Dabei wurde eine Volkszählung aufgrund von Daten der Meldeämter sowie mittels der Befragung zufällig ausgewählter Bürger erhoben. Zum Zeitpunkt des Zensus 2011 lebten 1.670 Menschen mit Migrationshintergrund in Ottweiler, davon waren aber nur 350 Personen tatsächlich Ausländer. Zurzeit leben 550 ausländische Mitbürger in Ottweiler, dies entspricht einem Ausländeranteil von 3,74 Prozent. Im Vergleich mit anderen saarländischen Städten ist dieser Anteil sehr gering, dort liegt der Anteil an ausländischen Zuwanderern häufig zwischen 6 Prozent und 12 Prozent.

Großteil der Bevölkerung ist zwischen 40 und 75 Jahre alt
Die Altersstruktur zeigt in Ottweiler ein kleinstadttypisches Bild: Den größten Teil der Bevölkerung ist im Alter zwischen 40 und 75 Jahren, während die jüngere Generation zwischen 18 und 30 Jahren nur gering vertreten ist. Besser vertreten ist die Gruppe der unter Achtzehnjährigen. In Ottweiler leben 2.337 Kinder und Jugendliche. Die Geburtenzahl lag in Ottweiler im Jahr 2012 insgesamt bei 82 Neugeborenen, 181 Bürger waren in diesem Jahr verstorben. Des Weiteren sind 705 Personen zu- und 692 Menschen weggezogen. Somit ergibt sich ein Rückgang der Einwohnerzahlen. Wie das Standesamt mitteilte, wurden in Ottweiler im Jahr 2012 insgesamt 89 Ehen geschlossen. Darunter waren drei binationale Ehen.

/Quelle: Ottweiler Zeitung, die Ausgabe KW 28/13 | Freitag, 12. Juli 2013/
BEL / HOF





Miteinander in Ottweiler

Bezug:
Runder Tisch Interkulturelle Zusammenarbeit , 2007


Zuwanderer in Ottweiler .
In Ottweiler leben vier Migrantengruppen, d.h. vier Gruppen von Menschen, die für kurze oder längere Zeit, vielleicht für immer, ihre Heimat verlassen haben bzw. verlassen mussten.
Die größte Gruppe stellen die seit 1955 von der Bundesregierung angeworbenen ausländischen Arbeitnehmer und ihre Familienangehörigen, vor allem aus Italien und der Türkei. Die meisten leben und arbeiten seit 10, 20 oder sogar 30 Jahren hier.
Dazu kommen Arbeitnehmer aus den EU-Staaten Frankreich, Großbritannien und Österreich.

Die zweitgrößte Gruppe sind die Spätaussiedler: Deutschstämmige aus Osteuropa, deren Ahnen vor Jahrhunderten auch aus unserer Region ausgewandert sind, und die in Russland oder Kasachstan zum Teil unter Diskriminierungen zu leiden hatten. Sie besitzen zum größten Teil die deutsche Staatsangehörigkeit.

Die kleinste Gruppe sind Flüchtlinge und Asylsuchende, die als politisch oder religiös Verfolgte sowie als Zivilisten vor Bürgerkriegen geflohen und bundesweit gleichmäßig in Heime verteilt worden sind. Die meisten in Ottweiler stammen aus der Türkei (v.a. Eziden aus den kurdischen Gebieten), aus dem ehem. Jugoslawien und dem Mittleren Osten.

Manche sind mit Deutschen verheiratet. Viele ausländische Kinder besuchen Kindergärten und Schulen in Ottweiler.
Die meisten Erwachsenen sind beruflich gut integriert.

Erinnern sich Ihre Großeltern noch an die Zeit, als es kein Fernsehen gab? Man traf sich auf öffentlichen Plätzen und plauderte. Wenn heute Menschen in traditioneller Kleidung rund um den Ottweiler Quakbrunnen oder auf einem Spielplatz sitzen, während ihre Kinder herumtoben, tun sie nichts anderes als unsere Großeltern - nur kennen wir das nicht mehr. Im Urlaub ist uns dies noch ein Foto wert, da empfinden wir diese selbstverständliche Nutzung des städtischen Raumes als 'malerisch'. Im verregneten Deutschland aber haben wir es uns zuhause gemütlich eingerichtet. Wenn wir uns außerhalb mit Freunden treffen, dann meist in Gaststätten. Schade eigentlich. In Ottweiler empfinden manche die Anwesenheit von Ausländergruppen in der Öffentlichkeit nicht als malerisch, sondern als befremdend. Und aus Fremdheitsgefühlen aufgrund ungewohnter Sitten und Gebräuche entstehen allzu schnell Vorurteile.
Dabei sind einfach unsere Wohnverhältnisse nicht mehr so beengt, dass es uns auch bei schlechtem Wetter ins Freie zieht. Und einen Gaststättenbesuch können wir uns auch leisten.

Mangelnde Sprachkenntnisse von Asylbewerbern und Flüchtlingen erschweren es, sich zwanglos zu unterhalten. Oder fehlt nur der Mut zur Kontaktaufnahme? Ohne Kommunikation aber sind das Kennenlernen und die Integration schwierig. Isolation, Abgrenzung und fremdenfeindliches Denken können die Folge sein. Ein passives Nebeneinanderleben.
Wir ahnen nicht, dass manche Familie, die seit vielen Jahren hier lebt, Angst vor einer Abschiebung hat. Und dass es Jugendlichen nicht gut dabei geht, sich buchstäblich 'schlecht angesehen' zu fühlen.
***
 In der vom „Runden Tisch – Interkulturelle Zusammenarbeit Ottweiler" heraus gegebenen Broschüre „Miteinander in Ottweiler" (2006) wurde für ein besseres Zusammenleben der Ottweiler Bürger mit den ausländischen Bürgern geworben.
Zitat des Bürgermeisters Hans-H.Rödle (Amt 1990 - 2012): „ Wir alle wollen uns für ein friedliches Miteinander einsetzen"