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Situation

 

Situation

 


"Am 11. Juli 1987 überschritt die Weltbevölkerung nach UN-Berechnungen die Zahl von fünf Milliarden Menschen. Um auf die damit verbundenen Probleme aufmerksam zu machen, wurde seit 1989 der 11. Juli eines jeden Jahres zum Internationalen Weltbevölkerungstag erklärt.
Die UNO erwartet bis 2025 8,0 Milliarden und bis 2050 9,2 Milliarden Menschen. Falls sich die Geburtenrate - wie in der Prognose angenommen - langfristig bei 1,85 einpendelt, ist bald danach von einem Bevölkerungsrückgang auszugehen. In der Vergangenheit haben die Prognosen die tatsächliche Bevölkerungsentwicklung fast immer deutlich überschätzt. Hierfür ist vor allem die Fehleinschätzung der Entwicklung in der Volksrepublik China verantwortlich, wo das Bevölkerungswachstum sehr viel deutlicher sank als allgemein erwartet." /Quelle: Ottweiler Zeitung, die Ausgabe KW 28/13 | Freitag, 12. Juli 2013/


In Deutschland leben 16 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Sie haben wesentlich zum wirtschaftlichen Erfolg und zur kulturellen Vielfalt unseres Landes beigetragen.

Zuwanderer verändern das Bild einer Stadt mit ihren mitgebrachten Kulturen, Lebensstilen, Religionen u.v.m. Sie bringen vielfältige Kompetenzen in mehreren Bereichen ein. Die sind von Mehrsprachigkeit und kultureller Pluralität geprägt.

Das ist kein Geheimnis, es gibt aber auch Probleme. Die Kenntnisse der deutschen Sprache sind nicht nur bei Neuzuwanderern, sondern auch bei vielen, schon lange in Deutschland lebenden MigrantInnen, unzureichend. Über den Arbeitsmarkt werden immer weniger Zuwanderer integriert. SchülerInnen mit Migrationshintergrund sind oft die Verlierer im Bildungssystem. Aus diesen Gründen kommt es unter den Zuwanderern oft zu Abgrenzungstendenzen und dadurch entstehen so genannte Parallelgesellschaften.

Einwanderer in einem anderen Land finden sich in einer ihnen unbekannten Welt wieder. In der Heimat haben manche erfolgreich ihr eigenes Leben geführt. Doch hier sind Ausländer oft orientierungslos und nicht jeder hat den Mut, die Hürden zu überwinden. In dieser Situation besteht die Gefahr der Isolation.

Einwanderer in einem anderen Land sind aber auch neugierig auf neue Möglichkeiten in einer für sie neuen Welt. Aus ihrer Heimat haben sie Fähigkeiten und Kenntnisse mitgebracht, die sie gerne einbringen möchten.

Damit das Zusammenleben auch künftig gelingt, müssen wir uns alle immer wieder anstrengen - der Staat, die Gesellschaft und auch die Migrantinnen und Migranten selbst.

Zuwanderer müssen bereit sein, sich auf ein Leben in deutscher Gesellschaft einzulassen und die gesamte Rechtsordnung des Staates vorbehaltlos zu akzeptieren.

Mehrheitsgesellschaft und Zugewanderte müssen sich deshalb aufeinander zu bewegen, sich miteinander arrangieren und eine gemeinsame Verständigungsgrundlage entwickeln.

In den letzten Jahren nahm die Gründung eigenständiger Gruppen und Vereine durch Migrantinnen in Deutschland zu. Diese Gruppen und Vereine haben unterschiedliche Organisationsformen und bieten vielfältige Aktivitäten an. Auch im Integrationsgipfelprozess ist deutlich geworden, welch wichtige Rolle die Selbstorganisation von Migranten und Migrantinnen für eine gelungene Integration haben. Diese Rolle wurde bisher in der Öffentlichkeit und in der Migrations- und Vereinsforschung jedoch kaum wahrgenommen.

Diese Migrantenselbstorganisationen (MSO) sind Anlaufstellen für Zuwanderer und wichtige Bezugspunkte im Leben vieler Migrantinnen und Migranten. Nur noch wenige Migrantenorganisationen sehen ihre Aufgabe allein darin, die kulturellen Traditionen der jeweiligen Herkunftsländer zu pflegen. Viele von ihnen sind vielmehr Beispiele für „gelebte Integration" und - in einer Gesellschaft, in der viele Kulturen und Lebensstile neben- und miteinander existieren - Brücke zwischen verschiedenen kulturellen und gesellschaftlichen Gruppen. In der öffentlichen Wahrnehmung finden Migrantenorganisationen oft nicht die Beachtung, die sie verdienen.


"Bürgerschaftliches Engagement ist Motor und Indikator für Integration. Wer an der Gesellschaft partizipiert, wird für das Gemeinwesen Verantwortung übernehmen und dadurch zugleich weitere Partizipationschancen erhalten. In allen Bereichen bürgergesellschaftlichen Engagements gehören zunehmend Menschen mit Migrationshintergrund zu den relevanten Akteuren. Sei es in bestehenden traditionellen Vereinen oder in Migrantenorganisationen (MO)". (B-B-E)