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Hauptseite » Artikel » Zuwanderungsthema

Bundeskonferenz der Integrationsbeauftragten von Bund, Ländern und Kommunen in Saarbrücken. .
Klimawandel für eine ausgeprägte Willkommens- und Anerkennungskultur beschleunigen

„Deutschland ist ein Einwanderungsland. Wir wollen Zuwanderer willkommen heißen!": Das ist das deutliche Signal der diesjährigen Bundeskonferenz der  Integrationsbeauftragten von Bund, Ländern und Kommunen in Saarbrücken.
„Deutschland ist ein Einwanderungsland. Wir wollen Zuwanderer willkommen heißen!: Das ist das deutliche Signal der diesjährigen Bundeskonferenz der Integrationsbeauftragten. Zunehmend werden die Potenziale von Migranten in den Blick genommen. Ich setze mich mit großem Nachdruck dafür ein, diesen gesellschaftlichen Klimawandel zu beschleunigen. Notwendig ist eine echte Willkommens- und Anerkennungskultur, die in der ganzen Gesellschaft gelebt wird. Besonders entscheidend ist es, vor Ort in den Kommunen auf Migranten zuzugehen, die sich bei uns aktiv einbringen wollen. Gefordert sind neben Arbeitgebern, Vereinen und jedem Einzelnen auch die Ausländerbehörden, die sich verstärkt zu Servicestellen entwickeln sollten. Angesichts des demografischen Wandels, des Fachkräftemangels und der wachsenden Vielfalt ist eine gelebte Willkommens- und Anerkennungskultur Garant für den Zusammenhalt und die Zukunftsfähigkeit unseres Landes.
Das Thema gewinnt aktuell durch die hohe Zuwanderung aus anderen EU-Ländern zusätzliche Bedeutung", betonte Staatsministerin Maria Böhmer zum Auftakt der Bundeskonferenz der Integrationsbeauftragten von Bund, Ländern und Kommunen in Saarbrücken.
In ihrer Grußansprache betonte die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer: „Integrationsarbeit heißt ‚Alle im Blick zu haben‘.
 
Eine erfolgreiche Willkommens- und Anerkennungskultur kann sich nur entwickeln, wenn in unserer Gesellschaft für Zuwanderung und für mehr Bereitschaft zur Integration geworben wird. Fremdenangst und Fremdenfeindschaft müssen überwunden, Vorurteile und Abwehrreflexe abgebaut werden. Nur in einem integrationsfreundlichen Klima, das die Bereicherungspotenziale von Zuwanderung anerkennt und ausschöpft, können die damit verbundenen Chancen und Möglichkeiten für unsere Gesellschaft genutzt werden. Gleichzeitig müssen aber auch von Zuwanderern aktive Integrationsleistungen abverlangt werden, die eine positive Sozialprognose begründen und die Bildung von abgeschotteten Parallelwelten verhindern. Ein wichtiger erster Schritt zu mehr Integration ist das Gesetz zur Anerkennung der im Ausland erworbenen Qualifikationen, das das Saarland als eines der ersten Bundesländer verabschiedet hat."

Das Motto der von Staatsministerin Böhmer organisierten Tagung lautet „Willkommens- und Anerkennungskultur - Zusammenleben in Deutschland." Zu der zweitägigen Konferenz haben sich über 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland angemeldet.

„Ausdruck einer Willkommens- und Anerkennungskultur sind in besonderem Maße der Nationale Aktionsplan Integration, das Gesetz zur verbesserten Anerkennung ausländischer Abschlüsse und die individuellen Integrationsvereinbarungen.
 
Durch das am 1. April 2012 in Kraft getretene Anerkennungsgesetz können sich die Zuwanderer besser mit ihrem Wissen und ihren Fähigkeiten bei uns einbringen. Zugleich ist das Gesetz ein Zeichen der Wertschätzung der Lebensleistung der Zuwanderer. Nach einem Jahr wurden bereits rund 30.000 Anträge auf Anerkennung gestellt: 96 Prozent davon wurden voll oder teilweise anerkannt. Das belegt, dass das Gesetz greift! Jetzt sind die Länder am Zug, schnellstmöglichst eigene gesetzliche Regelungen zu verabschieden. Wichtige Berufe wie der Lehrerberuf, der Ingenieurberuf oder die Sozialberufe fallen in ihre Zuständigkeit. Bisher haben nur fünf Länder, darunter das Saarland, eigene Gesetze beschlossen. Umso mehr sind jetzt die anderen Länder in der Pflicht!", betonte Böhmer.

„Besonders wertvoll für das Gelingen von Integration vor Ort sind die individuellen Integrationsvereinbarungen. Das erfolgreiche Modellprojekt hat gezeigt: Die Integrationsvereinbarungen fördern die Vernetzung aller Akteure vor Ort, insbesondere der Migrationsberatungsstellen, Ausländerbehörden und Jobcenter. Diese bessere Vernetzung ermöglicht es, Zuwanderern verstärkt passgenaue Integrationsangebote zu vermitteln.
Deshalb appelliere ich an alle Kommunen, die Integrationsvereinbarungen einzusetzen und dadurch ein deutliches Zeichen für eine Willkommens- und Anerkennungskultur zu setzen", so die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung.
Die Rolle der Kommunen als Ort des Willkommens ist Thema eines der fünf Foren der Bundeskonferenz. Die anderen Foren befassen sich mit folgenden Themen:
- Integration von Zuwanderern aus der EU (Fachkräfte-/Armutszuwanderung)
- Wie geht unsere Gesellschaft mit Flüchtlingen um?
- Gemeinsam gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit
- Zusammenleben in Vereinen.
Zu den Themen „Gemeinsam gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit" und zur interkulturellen Öffnung von Vereinen werden mehrere Best-Practice-Beispiele vorgestellt.
Die Integrationsbeauftragte der Saarländischen Landesregierung, Staatssekretärin Gaby Schäfer, sieht in einer Willkommens- und Anerkennungskultur eine unabdingbare Voraussetzung für die gesellschaftliche Integration, das friedliche Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen, die Anwerbung von Fachkräften sowie für den Wohlstand in Deutschland: „Eine Trennung von ‚Wir‘ und ‚Ihr‘ ist nicht zielführend.
 
Eine Willkommenskultur basiert auf dem gesellschaftlichen Konsens darüber, dass Zuwanderung als Bereicherung verstanden wird; erforderlich ist eine Weiterentwicklung der Haltung gegenüber Migrantinnen und Migranten hin zum Willkommen, zur Wertschätzung und zum Respekt vor der Verschiedenheit. Ich freue mich sehr, dass die diesjährige Bundeskonferenz im Saarland stattfindet. Diese Konferenz hat sich inzwischen zu einer tragenden Säule und zu einem gewichtigen Instrument der Integrationspolitik und des Integrationsgeschehens in Deutschland entwickelt."

Die Saarbrücker Oberbürgermeisterin Charlotte Britz unterstrich in ihrer Rede, dass die saarländische Landeshauptstadt seit vielen Jahren eine aktive Willkommenskultur gegenüber Zuwanderern praktiziere: „Das überwiegend offene und tolerante Miteinander in Saarbrücken zeigt, dass sich diese Politik auszahlt. Aktuell beobachten wir, dass sich die Zuwanderung verändert. Die neue Zuwanderung aus Ländern der EU birgt die Chance, dem Fachkräftemangel in vielen Branchen zu begegnen – von der Pflege über das Nahrungsmittelgewerbe bis hin zur Wissenschaft.
 
Allerdings sind die Lebens- und Arbeitsbedingungen der ausländischen Arbeitskräfte in manchen Branchen alarmierend. Darauf muss verstärkt geachtet werden. Daneben können wir auch in Saarbrücken eine vermehrte Armutszuwanderung beobachten.
Die Kommunen bemühen sich nach Kräften, auch diesen Menschen Teilhabechancen anzubieten. Aber hier sind zugleich der Bund und Europa bei der Suche nach Lösungen gefragt. Diese Forderung hat der Deutsche Städtetag ebenfalls vor kurzem in einem Positionspapier formuliert."
 
Kategorie: Zuwanderungsthema | Hinzugefügt von: Multiplikator (2013-05-13)
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